Unvergessen

Toxi
Toxi, meine Tante und ich beim täglichen Spaziergang

(Arolta vom Eisthal) war mein erster Hund, eine reinrassige Langhaardackel-Hündin. Ich bekam sie von meinen Eltern als ich 5 Jahre alt war. Meine Eltern hatten noch 2 weitere Hunde und ich lernte mit Hilfe meines Vaters schon sehr früh Verantwortung zu tragen. Toxi lebte 12 Jahre bei mir bis sie krank wurde und ich sie einschläfern lassen musste. Da war ich gerade 17 Jahre alt.

Inka

Der Wald war ihre 2. Heimat...

mein zweiter Hund, eine Collie-Hündin ohne Papiere bekam ich zu meinem 18. Geburtstag von meinem jetzigen Mann (Mein schönstes Geburtstagsgeschenk) Sie war ca. 5 Monate alt als sie zu uns kam und machte uns nur Freude. Leider starb sie viel zu früh mit nur 9 Jahren an Diabetes. Inka war der freundlichste und einfachste Hund den ich je kennen gelernt habe.

Brixi

Sie hatte immer alles im Blick...

(Brixi vom Vorholz) war mein dritter Hund. Eine reinrassige, schwarzmarkene bildhübsche Hovawart-Hündin. Sie wurde am 06.04.1988 geboren und mit ihr begann für mich der aktive Hundesport. Von der Welpenspielstunde über die Junghundeerziehung, Begleithundprüfung, Ausdauerprüfung, Zuchttauglichkeitsprüfung bis hin zur Schutzhundeprüfung I absolvierte ich mit ihr alle Anforderungen. Auch auf Ausstellungen machte sie stets eine gute Figur und belegte immer in den jeweiligen Klassen mit V1 bis V3 nur vordere Plätze. Sie war am Anfang ein sehr schwierig auszubildender Hund. Doch je mehr wir gearbeitet haben desto inniger wurde unsere Beziehung. Brixi war vorbildlich im Umgang mit Menschen und Tieren. Als sie 7 Jahre alt war holte ich 2 junge Katzen zu uns nach Hause – sie liebte beide vom ersten Augenblick. Als Brixi dann 9 Jahre alt war kaufte ich einen zweiten Hund, einen Collie/Bordercollie-Mischling hinzu. Er bekam den Namen Bingo und sie übernahm sofort die Mutterrolle. Sie erzog mir den Welpen so gut, dass ich den kleinen Kerl fast gar nicht merkte. Einen Tag vor Bingo´s erstem Geburtstag musste ich sie am 17.03.1998 mit nur 10 Jahren schweren Herzens wegen Nierenversagens einschläfern lassen. Dies war für mich bis jetzt der traurigste Tag in meinem Leben und ich würde viel dafür geben Brixi noch bei mir zu haben. Sie war mein „Herzblut“ und jeder der sie kannte war begeistert von diesem schönen, ausgeglichenen Hund. Ich bin sehr froh dass ich sie 10 Jahre mein Eigen nennen durfte und ich bin sicher dass ich sie irgendwann, wenn die Zeit gekommen ist wieder sehen werde.

Sheela

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Unsere Siamkatze Sheela, geb. Juli 95 die wir aus dem Tierheim Neustadt zu uns holten war eine sehr gute Jägerin. Sie war total verschmust und „erzählte“ mit uns wann immer sie da war. Sie war sehr eingebildet und führte in unserm Haus das Regiment unter den Tieren. Unser Sheela wurde im Alter von 11 Jahren am 23.07.06 direkt vor unserem Haus von einen viel zu schnell fahrenden Auto überfahren.

Wir vermissen sie sehr……

Bingo

Mein Hund Bingo, ein Collie/Bordercollie Mix-Rüde wurde am 18.03.1997 bei einem Bauern im Odenwald geboren und ich holte ihn mit 8 Wochen zu uns nach Hause. Anfangs hatte er vor vielen Dingen Angst. Hauptsächlich vor Männern, kleinen Kindern und lauten Geräuschen wich er zurück, da er in seinen ersten Lebenswochen nicht viel kennen lernte. Mit anderen Tieren hingegen hatte er gar keine Probleme.

Bingo hält Ausschau nach Mäusen

Vom ersten Tag an liebte er sofort unsere damalige Hovawart-Hündin „Brixi“ sowie unsere beiden Katzen. Sogar vor unseren beiden Pferden zeigte er keinerlei Angst. Sie waren bis zu letzt das wichtigste in seinem Leben denn als Bingo ein Jahr alt war und er mental stabil genug begann ich mit seiner Ausbildung zum Reitbegleithund. Er war mit Freude und Eifer bei der Sache und schon nach kurzer Zeit soweit uns auf unseren zahlreichen Wanderritten zu begleiten. Bei all unseren Ritten, egal ob in Ortschaften oder auf befahrenen Strassen ging Bingo immer ohne Leine neben dem Pferd auf dem Bürgersteig her und hielt automatisch an jeder Kreuzung an bis er sein Kommando „weiter“ erhielt. Er hatte mich hierbei nie enttäuscht und ich konnte mich hundertprozentig auf ihn verlassen. Auch mit 11 Jahren lief er immer noch am Pferd mit und es wäre eine Strafe für ihn gewesen wenn er zu Hause hätte bleiben müssen. Natürlich mussten wir die Strecke und das Tempo an unseren nun älteren Hund anpassen, aber es war für ihn das schönste in seinem Leben dabei sein zu dürfen.  Auch für unsere beiden Bordercollies  „Buddy“ und „Monty“ war er ein sehr guter Kumpel und sie mochten sich alle sehr.

Schweren Herzens mußten wir unseren geliebten Bingo im Alter von 13 Jahren und 4 Monaten am 29.07.2010 von seinen Leiden erlösen.

Er hinterließ eine große Lücke in unserer Familie die wohl von keinem mehr auszufüllen sein wird….

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Die „3 Freunde“ – Buddy, Bingo und Monty im Sommer 2008

Erinnerung an einen Freund, von Dennis Göbel:

Bester Freund eines Menschen ist sein Hund,

In dir hatten wir diesen gefunden.

Nichts kann den Platz ausfüllen, den du hinterlassen hast,

Ganz gleich wie viel Zeit vergehen mag, du bleibst immer in unseren Herzen, denn

Ohne Dich wird das Leben nicht mehr so sein, wie es war !

Marco

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09.05.1984 – 18-11.2016

1993 kauften wir Marco einen damals 9 jährigen Haflinger für unseren Sohn Dennis. Marco war ein sehr gutes und braves Pony hatte eine gute Westerngrundausbildung und brachte uns allen viel Spaß. Dennis lernte auf ihm unter meiner Anleitung das Reiten und wir unternahmen gemeinsam viele Wanderritte. Nach ungefähr 3 Jahren verlor er das Interesse am Reiten und konzentrierte sich mehr und mehr auf seine schulische Ausbildung. Da wir noch zwei weitere Pferde hatten entschlossen wir uns damals schweren Herzens Marco in gute Hände zu verkaufen. Er war gerade 12 Jahre alt und wir suchten nach einem geeigneten Platz für ihn. Wir dachten dass er in diesem Alter noch jemand anderem eine Freude machen könnte da er noch zu jung war um nur bei uns auf dem Paddog zu stehen. Doch dieses Vorhaben erwies sich im nachhinein als großer Fehler wie sich erst später heraus stellen sollte.

Wir inserierten in einschlägigen Fachzeitschriften und es meldeten sich viele Leute die an Marco Interesse hatten. Die Auswahl viel uns nicht leicht und schließlich war unsere Wahl auf ein junge Frau gefallen die bereits eine Haflinger Stute und einen kleinen Hof ganz in unserer Nähe besaß. Nach den Formalitäten fuhren wir Marco in sein neues Zuhause wo es noch zwei Hunde und mehrere Katzen gab. Er hatte sich schnell dort eingelebt und wir hielten Kontakt zu seiner neuen Besitzerin und ich besuchte ihn des öfteren.

Doch schon nach einem Jahr gab es familiäre Probleme in Marcos neuem Zuhause und der Hof samt den Tieren wurde verkauft.

Die junge Frau suchte und fand schnell eine neue Bleibe für Marco auf einem kleinen Hof bei einer netten Familie. Dort lebten bereits ein Isländer Wallach und eine Quarterhorse Stute. Auch gab es dort wieder Hunde und Katzen und auch hier lebte sich Marco schnell wieder ein. Er bewohnte einen schönen Laufstall mit angrenzenden Koppeln und die Welt schien wieder in Ordnung zu sein. Ich hielt den Kontakt zu seinen neuen Besitzern und besuchte ihn um nach ihm zu sehen.

Nachdem nach einigen Jahren der Kontakt etwas eingeschlafen war, hörte ich dass es wohl auch hier familiäre Probleme gegeben hatte und sich seine Besitzer getrennt hätten. Die Frau nahm bei ihrem Auszug ihren Isländer Wallach mit und Marco blieb mit der Quaterhorse Stute auf dem Hof, der nun von dem Mann alleine bewirtschaftet wurde zurück. Ich erkundigte mich ob Marco bleiben könnte und mir wurde gesagt dass es da keine Probleme gäbe und er und die Stute auf dem Hof bleiben würden. Danach brach der Kontakt ab. Monate später versuchte ich mich nach Marco zu erkundigen, aber unter der uns bekannten Telefonnummer war niemand mehr zu erreichen. Der Mann hatte zwischenzeitlich den Hof verkauft und war mit seinen Pferden weggezogen. Niemand in der Umgebung konnte uns sagen wohin er gezogen war oder was mit seinen Pferden geschehen ist.

Nun gingen die Jahre ins Land und wir hörten 5 lange Jahre nichts mehr von Marco. Mein Mann und ich dachten recht oft an Marco fragten wann immer es möglich war ob ihn jemand kenne oder wisse wo er heute steht. Wir waren uns einig dass es ein großer Fehler war ihn damals zu verkaufen.

Eines Tages, es war kurz nach Ostern 2008 erhielten wir wie aus dem Nichts einen Anruf von einer jungen Frau. Sie hatte gehört dass wir auf der Suche nach einem Haflinger namens Marco wären. In dem Pensionsstall in dem ihre Haflinger Stute steht gäbe es einen Haflinger namens Marco der dort seit 6 Monaten stehen würde. Sie hatte gehört dass eben dieser Marco an einen Händler verkauft oder zum Schlachter gebracht werden sollte da sein Besitzer kein Interesse mehr an ihm habe. Sie meinte dass es durchaus sein könnte dass es sich bei dem Haflinger um den von uns gesuchten Marco handeln könnte. Nachdem sie uns den Wallach am Telefon beschrieben hatte war für uns klar dass es sich nur um unseren lange gesuchten Haflinger handeln konnte. Wir fuhren sofort in den Pensionsstall wo uns die junge Frau bereits erwartete. Sie führte uns in den Stall und da stand er, in einer viel zu engen und dunklen Box. Ich rief seinen Namen und er wieherte mir zu so wie früher als ob er mich noch kennen würde. Er machte einen kläglichen Eindruck, war viel zu dick, hatte eine Sehnenverletzung die nur unzureichend behandelt wurde, ungepflegte Hufe die viel zulange keinen Hufschmied mehr gesehen hatten, bekam schlechtes Futter und hatte Zahnprobleme. Uns zerriss es fast das Herz als wir ihn so stehen sahen – was war aus unserem quicklebendigen Haflinger nur geworden.

Nach und nach erfuhren wir was Marco in den letzten Jahren alles widerfahren war. Wie oft er schon in andere Ställe umziehen musste und dass seine langjährige Freundin die Quaterhorse Stute an der er sehr hing zwischenzeitlich verkauft worden war. Dass sich sein Besitzer seit 6 Monaten nicht mehr um ihn kümmerte und er nun verkauft werden sollte. Die junge Frau die uns anriefen hatte die Sehnenverletzung auf eigene Kosten so gut es ging versorgt weil sie Mitleid mit dem kleinen Haflinger Marco empfand. Für uns stand fest dass wir Marco wieder zu uns nach Hause holen würden – egal was es kosten sollte.

Wir nahmen sofort Kontakt zu seinem Besitzer auf und boten ihm an Marco zurückzukaufen. Es dauerte jedoch noch 4 bange Wochen mit Höhen und Tiefen bis er sich endlich dazu durchgerungen hatte uns den kleinen Haflinger wieder zurück zugeben. Als der Kaufvertrag unterzeichnet war fuhren wir umgehend in den Pensionsstall um Marco nachhause zuholen. Wir holten ihn aus seiner Box und er stieg ohne Probleme in unseren Hänger ein als wollte er uns sagen “ na endlich, es geht nach Hause….“

Obwohl Marco 12 Jahre “unterwegs“ war, benahm er sich bei seiner Ankunft so als wäre er nie weg gewesen. Er war jetzt 24 Jahre alt und wieder zu Hause angekommen – dort wo er schon immer hingehört hätte – zu uns…….

Er bekam nun wie unsere beiden anderen Pferde gutes Futter und das Heu wurde nur noch nass verfüttert. Er lebte in einem großen Offenstall direkt bei uns am Haus auf einem großen Paddog auf dem zahlreiche Bäume im Sommer für Schatten sorgen und von Mai bis November hatte er mit den anderen Pferden eine kleine Koppel stundenweise zur Verfügung. Seine Sehnenverletzung die sich zwischenzeitlich etwas gebessert hat wurde tierärztlich und homöopathisch versorgt, unser Hufschmied hatte seine Hufe wieder in Ordnung gebracht und seine Zähne wurden von der Zahntierärztin die unsere Pferde einmal im Jahr untersucht behandelt.

Wir gewöhnten ihn nun wieder langsam an das Leben ausserhalb einer Box und nahmen ihn wann immer es möglich war als Handpferd auf unseren Ritten durch die Natur mit was er sichtlich genoß. Er war trotz allem ein aufmerksamer, stets freundlicher kleiner Kerl geblieben der in der Vergangenheit den Glauben an die Menschen nicht verloren hatte.

Wir konnten das Geschehene nicht mehr rückgängig machen, aber wir haben unserem Haflinger Pony einen schönen Lebensabend beschert. Er musste nun nie wieder von uns weg so lange er lebte und wir hofften dass er noch lange lebt, denn Ponys können bekanntlich alt werden. Er machte auf uns den Eindruck als wenn er wüsste dass er nach einer langen Reise an seinem Ziel angekommen war und er sich jetzt hier bei uns ausruhen durfte.

Ein Tier verkaufen zu müssen ist schlimm genug, aber eines zu besitzen und sich nicht darum zu kümmern ist unentschuldbar, denn Tiere sind wie kleine Kinder, sie sind ganz und gar von uns abhängig…….

Schweren Herzens mussten wir Marco am 18.11.2016 nach 9 Jahren die er wieder bei uns war im Alter von fast 34 Jahren wegen einer Kolik über die Regenbogenbrücke gehen lassen. 

– Run free, kleiner Mann –